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Wo und wie kann ich mich engagieren?

Tier- und Umweltschutz sind dir nicht gleichgültig. Du möchtest über Missstände informieren und etwas verbessern? Dann ist ein Engagement im Bereich „Tiere, Natur & Umwelt“ für dich vielleicht genau das Richtige. Es gibt viele Möglichkeiten aktiv zu werden:


Im Tierheim mithelfen

Im Tierheim gibt es allerhand zu tun. Abhängig von deiner Zeit und deinen Interessen, kannst du dort verschiedene Aufgaben übernehmen: Tiere füttern, Ställe säubern, mit Hunden Gassi gehen, Tier-Spielzeug oder Katzenhäuser bauen oder dich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Auch kannst du in manchen Tierheimen als Katzen-Streichler oder -Vorleser aushelfen und so den Tieren eine extra Portion Aufmerksamkeit schenken. 

© Fotolia, http://de.fotolia.com/id/7828427

Hunde brauchen täglich Auslauf. Im Tierheim könntest du zum Beispiel regelmäßig mit Hunden Gassi gehen - dafür musst du allerdings in der Regel bereits 18 Jahre alt sein.

Voraussetzungen

Du hast einen guten Draht zu Tieren, bist gerne draußen an der frischen Luft und hast keine Angst davor, dir auch mal die Hände schmutzig zu machen. Wenn du mit Hunden Gassi gehen möchtest, musst du in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein. Du erhältst vorher eine Schulung, damit du weißt, worauf im Umgang mit den Tieren zu achten ist.

So legst du los

Wenn du ein Tierheim in deiner Nähe kennst, schau direkt dort vorbei und biete deine Hilfe an. Tierheime sind meistens auf Spenden und die Mithilfe engagierter Menschen angewiesen. Deshalb freuen sie sich bestimmt über deine Unterstützung.

Du kannst auch auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes gezielt nach Tierheimen in deiner Nähe suchen.


Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist eine gute Möglichkeit, sich zwischen Schule und Ausbildung bzw. Studium zu orientieren. In diesem Bildungsjahr arbeitest du ganztägig in geeigneten Einrichtungen und kannst dich zusätzlich in Seminaren zu unterschiedlichen ökologischen Themen weiterbilden. Ein Einsatz als Tierpfleger in einer Waldstation kann genauso zu deinen Aufgaben gehören wie Pflegemaßnahmen und Kontrollen in Naturschutzgebieten mit zum Beispiel Vogelzählungen, Messungen von Gewässerqualitäten, Exkursionen mit Schülern und vielem mehr.

© Presse LHH, Ralf Waselowsky (Waldstation Eilenriede), ralf.waselowsky@hannover-stadt.de, Tel: 0511 56364667

Der FÖJler in der Waldstation Eilenriede bei Hannover kümmert sich liebevoll um die Iltisse. 

Voraussetzungen

Du bist zwischen 16 und 27 Jahre alt und willst dich ein ganzes Jahr aktiv für die Umwelt einsetzen und dabei gleichzeitig ökologische und umweltpolitische Zusammenhänge besser verstehen.

So legst du los

Checke auf der Seite des Bundesarbeitskreises FÖJ, wo du das Freiwillige Ökologische Jahr in deiner Nähe machen kannst und hole dir weitere Informationen und Kontakte.

Für Leute mit Fernweh gibt’s das FÖJ übrigens auch im Ausland.

In der Broschüre zum FÖJ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend findest du alle Informationen auf einen Blick.

Video

Dieses Video zeigt, wie ein FÖJ beflügeln kann.


Sich für Umweltorganisationen engagieren

Du willst Aktionen durchführen, Mahnwachen organisieren, Flashmobs initiieren, Infostände betreuen, Kampagnen unterstützen, eigene Umwelt-Projekte starten. Bei Greenpeace kannst du dich für die Umwelt engagieren.

© Greenpeace, Webseite Greenpeace

Junge Greenpeace-Aktivisten auf einer Demonstration gegen Braunkohle.

Voraussetzungen

Du hast Interesse an umweltpolitischen Themen und Spaß, gemeinsam mit anderen etwas zu bewegen.

So legst du los

Erkundige dich nach den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei Greenpeace.

Wenn du zwischen 14 und 19 Jahren alt bist, kannst du dich auch in eine der Greenpeace-Jugend-AGs (JAGs) engagieren. Hier geht's direkt zu den JAGs.

Schau dir alle Greenpeace-Gruppen auf einen Blick an.


Kleine Naturschutz-Projekte vor Ort unterstützen

Bachpatenschaften übernehmen, Vogel-Nistkästen säubern, Hirschkäfer beobachten, Streuobstwiesen mähen, Krötenzäune kontrollieren, Pflanzaktionen unterstützen... Oft lässt sich mit kleinen Dingen im Naturschutz schon eine ganze Menge erreichen. Bei der Naturschutzjugend (NAJU), einer der größten Jugendumweltverbände in Deutschland, kannst du dich in den Ortsgruppen für den praktischen Naturschutz einsetzen.

© NAJU, www.naju.de

Junge Mitglieder einer NAJU-Gruppe führen vor Ort Aktionen zum Fließgewässerschutz durch.

Voraussetzungen

Du bist zwischen 13 und 27 Jahren alt und möchtest gemeinsam mit anderen ganz konkret etwas für den Naturschutz tun.

So legst du los

Auf dieser Karte sind NAJU-Gruppen und Projekte auch in deiner Nähe eingetragen.

Nimm Kontakt zum NAJU-Landesverband in deiner Nähe auf und hol' dir noch mehr Informationen.

Tipp: Auch bei der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUNDjugend) kannst du dich in vielfältigen Umweltprojekten und -aktionen in deiner Nähe engagieren.


Sich aktiv für den Tierschutz einsetzen

Massentierhaltung von Nutztieren, Tierversuche im Namen der Forschung, viel zu lange Tiertransporte, Pelzmäntel, für die Tiere getötet werden... Du findest, es ist Zeit, etwas dagegen zu tun? Dann kannst du die Arbeit der Tierschutzjugend im Deutschen Tierschutzbund e.V. unterstützen. Sie setzt sich für den Schutz der Tiere und für die Erhaltung der Natur ein.

© Fotolia, http://de.fotolia.com/id/60465865

Auch mit selbstgemalten Protestschildern lässt sich gut sichtbar auf Missstände hinweisen.

Voraussetzungen

Du interessierst dich für Tierschutzthemen und hast Lust gemeinsam mit anderen jungen Menschen etwas zu bewegen.

So legst du los

Finde heraus, welche Tierschutz Jugendgruppen sich in deiner Nähe treffen.

Verbünde dich mit anderen jungen Tierschützern in deiner Schule oder im Freizeittreff. Überlegt gemeinsam, welche Aktionen ihr unterstützen oder durchführen möchtet. Vielleicht kann daraus auch ein tolles Klassen- oder Schulprojekt werden? Sprecht mit euren Lehrern.


Ideenstürmer bei der WWF-Jugend werden

Der World Wide Fund for Nature (WWF) ist die größte Naturschutzorganisation der Welt. In Kampagnen und Aktionen setzt sich der WWF für die Erhaltung der biologischen Vielfalt der Erde ein und dafür, dass wir Menschen mit den natürlichen Ressourcen nachhaltig umgehen. „Weltretten zum Mitmachen“ ist das Motto der WWF Jugendbewegung. Als „Ideenstürmer“ kannst du hier gemeinsam mit anderen deine Projekte starten.

© WWF/Jelinek, Peter, WWF Jugend, Nicole Barth

Hier setzen sich junge WWF-Aktivisten bei einer Demonstration in Düsseldorf für die Energiewende ein.

Voraussetzungen

Du bist kreativ, sprühst vor originellen Einfällen und brennst darauf, deine Ideen für den Umweltschutz einzusetzen.

So legst du los

Informiere dich online über die WWF-Jugendbewegung und melde dich in der Umwelt-Community der WWF-Jugend an und lass dich von den Ideenstürmern inspirieren.

Beim Planen eigener Aktionen unterstützen dich WWF-Jugend Aktionsteamer bei Bedarf vor Ort.


Reiten mit Handicap unterstützen

Gerade für Menschen, die sich nur eingeschränkt fortbewegen können und ständig auf Hilfe angewiesen sind, ist es eine wunderbare Erfahrung, auf einem Pferd zu reiten. Dieser positive Effekt wird in der Reittherapie genutzt. Als Pferdefan kannst du auf einem Reiterhof, der Reiten mit Handicap anbietet, bei der Pflege und Versorgung der Pferde helfen sowie Reitteilnehmer individuell je nach Bedarf unterstützen, zum Beispiel beim Auf- und Absteigen und beim Führen der Pferde.

© hestura.de, Susanne Behrendt-Köhler (Hestura), susanne.behrendt@icloud.com, Tel.: 07053-3931729

Durch die intensive Betreuung wird die Sicherheit der Reitenden gewährleistet und ein positives Reit- bzw. Therapieerlebnis geschaffen. Das Mädchen (mit Autismus) genießt die Reitstunde sichtlich.

Voraussetzungen

Du bringst Erfahrung im Umgang mit Pferden mit, bist offen im Kontakt mit Menschen, die sich oft in schwierigen Lebenslagen befinden. Du bist hilfsbereit, freundlich und schreckst auch nicht vor Arbeiten im Stall (z.B. Misten) zurück.

So legst du los

Wenn du einen Reiterhof in deiner Nähe kennst, frag' dort nach, ob deine Unterstützung gebraucht wird. Ansonsten gib bei Google die Suchbegriffe "Reiten mit Handicap" oder "Therapeutisches Reiten" in Kombination mit dem Namen deiner Stadt oder deines Ortes an. Vielleicht ist ein Treffer dabei?

Bestimmt kann dich auch die Freiwilligenagentur in deiner Nähe beraten.

Erfahre auf den Seiten von hestura.de mehr darüber, was therapeutisches Reiten bei Menschen mit Handicap bewirken kann.