Freundschaft

Assistenzhunde

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Kuschelfaktor

Der beste Freund des Menschen ist, na klar, der Hund. Jedenfalls, wenn er gut erzogen ist und nicht heimlich den Kühlschrank plündert. Vertrauen, rumtollen und die Pfote geben – all das geht gemeinsam. Besonders charakterstark und gut trainiert sind Assistenzhunde. Sie begleiten Menschen mit Behinderungen, werden bei Therapien eingesetzt und helfen sogar bei der Rettung von Überlebenden.

© Vita
Assistenzhund trägt eine Tasche mit der Schnauze

Das Tier: die Rasse macht's

Nicht jeder Hund ist geeignet. Beim Verein Vita, der Hunde zu Helferhunden macht, gilt zum Beispiel: „Wir bilden ausschließlich Labradore und Golden Retriever aus“, erklärt Laura Anthes von Vita. Beide Rassen wurden ursprünglich in Großbritannien gezüchtet und als Helfer bei der Jagd eingesetzt. Aber Labradore und Retriever gelten nicht als aggressiv oder ängstlich, sondern als ausgeglichen, lebhaft und intelligent.

Der Job: nur was für Profis

Ein Assistenzhund hilft nicht nur, indem er zum Beispiel Gegenstände apportiert, Türen und Schubladen öffnet oder Menschen sicher von A nach B begleitet. Die Tiere kennen eine große Bandbreite an Kommandos und haben wie viele ihrer vierbeinigen Kollegen noch weitere feine Eigenschaften: „Mit und durch den Hund steigen Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Lebensmut“, sagt Laura Anthes. Oder auf den Punkt gebracht: „Die Hunde sind Medizin auf vier Pfoten“.

© Tatjana Kreidler
Ein Junge kuschelt mit einem Hund

Die Kosten: hoch

Die Ausbildung eines Assistenzhundes dauert etwa zwei bis drei Jahre und kostet über 25.000 Euro. „Der Weg zum Assistenzhund beginnt schon früh im Hundeleben“, erklärt Laura Anthes. „Nur gesunde und sehr menschenbezogene Welpen kommen für die Ausbildung in Frage.“ So einfach aus der Portokasse lässt sich so ein tolles Tier also nicht bezahlen. Es gibt jedoch Vereine, die durch Spenden und Sponsoren versuchen, Menschen mit körperlicher Behinderung einen Helferhund zu finanzieren.

Der Schmusefaktor: kommt nicht zu kurz

Ein Helferhund ist kein reines Arbeitstier. Zum Glück: Neben seiner Aufgabe als Assistenzhund muss immer dafür gesorgt werden, dass das Tier genug Ausgleich hat. Dazu gehört auf jeden Fall auch das Kuscheln, das wichtig für die Bindung und Beziehung eines Mensch-Hund-Teams ist.

Text: Philipp Brandstädter