Freundschaft

Knabberfische

Schlagworte:
Tiere,
Helfen,
Krankheit,
Kuschelfaktor

Leute, die mit Hautkrankheiten zu kämpfen haben, gehen zum Hautarzt. Oder in die Badewanne. Denn es gibt eine Therapie mit kleinen Fischen, die mit Vorliebe erkrankte Hautstellen anknabbern. Eine nicht ganz so appetitliche, aber oftmals heilsame Methode.

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Mehrere Knabberfische

Das Tier: Immer hungrig

Die hierzulande als Knabberfische oder Doktorfische bekannten Helferlein heißen eigentlich Kangalfische und kommen ursprünglich aus der Türkei. Die Bewohner Kangals kennen die Fische und ihren merkwürdigen Appetit schon seit Jahrhunderten. Die Tiere leben in nährstoffarmen Gewässern. Darum haben sie die Neigung, auf Menschen zuzuschwimmen und deren obere schuppige Hautschicht abzuknabbern. Inzwischen werden die Tiere auch in Deutschland gezüchtet.

Der Job: Hautärzte im Aquarium

Die Fische sollen erkrankte Hautstellen abfressen und keine Wunden hinterlassen. In speziellen Praxen kann man sich von den Fischen therapieren lassen. Dafür werden rund 50 Fische aus den Aquarien gefangen und in eine Wanne mit dem Patienten gesetzt. Dann wird einige Stunden gefuttert. Kangalfische sollen dadurch nicht nur Schuppenflechte, sondern auch Neurodermitis lindern.

Die Kosten: erschwinglich

Die gefräßigen Fische legt sich eigentlich niemand als Haustier zu. Denn für eine Therapie bräuchte man schon einen ganzen Schwarm mit rund 150 schwimmenden Helfern. Das klingt nach einem ziemlich großen Aquarium. Die Patienten gehen deshalb in spezielle Heilpraxen und Kliniken für die Behandlung. Oder sie reisen in die Türkei. Dort gibt's Sonne noch dazu.

Der Schmusefaktor: naja, geht so

Schon einmal mit einem Schwarm Fischen gekuschelt? So richtig plüschig ist das nicht. Aber immerhin wagen die Doktorfische den Körperkontakt. Das Knabbern ist auch nicht unangenehm. Einschlafen sollte man bei der Prozedur allerdings nicht, dann könnten die hungrigen Kerle auch mal mehr abknabbern, als den Patienten lieb ist.

Text: Philipp Brandstädter


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