Freundschaft

Kummerkatzen

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Kuschelfaktor

Nicht nur durch die unzähligen Youtube-Clips im Netz heben Katzen die Laune, sondern neuerdings auch in Cafés. Die Idee stammt aus Japan. Dort wohnen viele Menschen zu beengt, um sich Haustiere zu halten. Also kuscheln sie in Katzen-Cafés.

© Insa Moog
Drei Katzen und eine Stoffmaus

​Das Tier: Charaktersache

Es ist wissenschaftlich erwiesen: Eine Katze auf dem Schoß sorgt für Entspannung. Wer also nach der Schule bei einem Latte Macchiato nicht genug abschalten kann, bestellt sich einfach eine Katze dazu. Im Café Schnurrke in Köln leben Emma, Tiga, Betty und Gino – ganz normale Hauskatzen. Worauf es ankommt, ist der Charakter. Das heißt: "Die Katzen sollten besonders menschenbezogen, freundlich, verschmust und nicht besonders ängstlich sein“, sagt Besitzerin Sabrina Szabo.

Der Job: muss von selbst laufen

Eine Katze zum Schmusen erziehen? Aussichtslos. Also muss der Mensch es der Mieze eben schön gemütlich machen, damit sie auch gerne die Ruhe und Gelassenheit weitergibt. „Das Café ist besonders katzengerecht eingerichtet“, erklärt Sabrina Szabo. „Es gibt den Gastraum und noch einen separaten Katzenraum, in den sie sich jederzeit zurückziehen können. Es gibt Katzenbetten, Catwalks an der Wand und Spielzeug.“

© epd
Katze steht auf einem Tisch in einem Café

Die Kosten: überschaubar

Das kostet unterschiedlich viel: Soll es eine Rassekatze sein? Oder ein Findelkind aus dem Tierheim? Neben Impfungen und Futter kommt für Besitzer eines Katzen-Cafés noch etwas mehr hinzu. Denn so eine Einrichtung muss viele Auflagen erfüllen: zum Beispiel der Extra-Katzenraum. So können die Katzen selbst entscheiden, ob sie schmusen oder ihre Ruhe haben wollen. Auch die Speisen müssen in einem getrennten Raum zubereitet werden, damit’s nicht zu haarig wird.

Der Schmusefaktor: hoch – wenn’s genehm ist

Was könnte flauschiger sein! „Katzen können sehr anhänglich, verschmust und menschenbezogen sein. Gleichzeitig sind sie unabhängig. Sie zeigen sehr deutlich, was sie wollen und was sie nicht wollen.“ Aber wenn sie mögen, dann geben Katzen Wärme und Trost in einsamen Stunden, meint Sabrina Szabo.

Text: Philipp Brandstädter