Träumer oder Realist? Wie geht ihr die Jobssuche an?

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Egal, ob ihr schon eine leise Ahnung habt oder noch völlig auf dem Schlauch steht, was ihr später einmal werden möchtet, ein Besuch einer Berugsmesse ist ein guter Anfang. Wir haben euch dort gefragt: wie geht ihr die Jobsuche an?

Das Angebot ist groß, es gibt klassische Berufsmessen, Messen zu Studiengängen oder die "Einstieg"-Messen, die beides verbindet. Hier könnt ihr mit Unternehmen von der Drogerie, der Bank bis zum Autohersteller reden und euch über Berufe und Ausbildungen informieren. Auch die Universitäten sind vor Ort und bieten Infos zu den unterschiedlichen Studienanforderungen. Und sie unterstützen bei der Bewerbung, der Interessenfindung. Reinschnuppern in verschiedene Berufe könnt ihr beispielsweise durch "Berufe-Challenge". Jetzt fragen wir aber erst einmal euch, was ihr für eure Zukunft schon so alles geplant habt!

Luka, 17: "Einfach mal auf den Bauch statt nur auf die Eltern hören"

© Paulina Conrad

Luka ist ein lockerer, sportlicher Typ und scheint schon recht zielgerichtet unterwegs zu sein. Er ist 17, wohnt in Köln und macht dort zurzeit sein Abitur. Bisher hat er wenige Erfahrungen mit Bewerbungen gemacht, trotzdem konnte er schon zwei Praktika ergattern.

Träumer oder Realist? Eher Realist, was den Job angeht, da ich schon weiß, wo ich hin will und was ich kann.

Das kann ich: Sport

Das will ich: Ein Studium im sportlichen Bereich

Später im Beruf wäre mir wichtig: Dass mein Beruf Abwechslung bietet, gute Kommunikation stattfindet und dass Probleme offen abgesprochen werden

In einem alternativen Leben wäre ich: Pilot, um so viel wie möglich von der Welt sehen zu können.

Mein Job-Tipp: Einfach mal auf seinen Bauch anstatt nur auf die Eltern hören!

 

Kaya, 17: "Es ist wichtig, dass jemand da ist, der hilft!"

© Paulina Conrad

Mit 17 schon zu wissen, wo man später beruflich mal sein möchte, können nicht viele von sich behaupten. Kaya kann das! Die Schülerin wohnt in Bonn und hat schon drei Praktika machen können. Auch das hat zu ihrer Einstellung für den Beruf beigetragen.

Träumer oder Realist? Träumerin. Aber eher was mein privates Leben angeht. In Sachen Job weiß ich eigentlich schon, was ich machen möchte.


Das kann ich: Situationen und Menschen gut durchschauen, sie einschätzen und gut beraten.

Das will ich: Medizin oder Jura studieren. Aber nicht des Geldes wegen, sondern um Menschen zu helfen, ihnen etwas zu geben und verlässlich und ehrlich zu sein.

Später im Beruf wäre mir wichtig: Dass es neben guten Aufstiegschancen immer einen Ansprechpartner gibt, jemand da ist, der einem bei Fragen hilft und als ehrlicher Berater zu Seite steht.

In einem alternativen Leben wäre ich: Pathologin oder bei der Kriminalpolizei, um Dinge herauszufinden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.

Mein Job-Tipp: Auch Jobs und Studiengängen eine Chance geben und sich darüber informieren, obwohl man vorher noch nie von ihnen gehört hat.

 

Mika, 16: "Ansonsten wäre ich Rockstar"

© Paulina Conrad

Aufgeschlossen, lustig und etwas nachdenklich - so könnte man Mika ,16, aus Jülich auf den ersten Blick beschreiben. Er geht noch zur Schule und hat bisher zwei Praktika gemacht, um herauszufinden, was er später machen möchte.

Träumer oder Realist? (überlegt etwas länger) Ich glaube eher Träumer... (Rufe aus dem Hintergrund von seinen Freunden: "Ja, auf jeden Fall bist du ein Träumer")

Das kann ich: Kreativ sein und mir Sachen ausdenken.

Das will ich: Einen Job im Bereich Architektur, Design oder Musik
Später im Beruf wäre mir wichtig, dass das Unternehmen Sicherheit und ein gutes Arbeitsklima bietet.

In einem alternativen Leben wäre ich: Rockstar, dann könnte ich machen, was ich will und mit meiner Musik Geld verdienen.

Mein Job-Tipp: Freunde und Familie fragen, was die eigenen Stärken sind!

Alexandra, 18: "Such dir ein Unternehmen, das hinter dir steht"

© privat

Alex ist 18, wohnt in Moers, besucht momentan noch die Schule, hat aber schon viele Ideen für ihr späteres Leben. Durch ein Schulpraktikum im Kindergarten und eines im Landtag, konnte sie schon einige Erfahrungen sammeln und steuert jetzt in ihrem Rollstuhl die Ziellinie in Sachen Traumjob an.

Träumer oder Realist? Im Leben bin ich eher Realistin. Wenn es um den Job geht, würde ich mich noch als Träumerin bezeichnen.

Das kann ich:Gut zuhören, mit Menschen in Kontakt treten und verschiedene Sprachen sprechen.

Das will ich: Gerne etwas im Bereich Medien oder Management machen. Dabei würde ich mich am liebsten auf Mode oder Reisen spezialisieren. Das ist meine Leidenschaft!

Später im Beruf wäre mir wichtig: Dass die Atmosphäre stimmt, die Arbeitskollegen höflich und freundlich sind und es einen guten Zusammenhalt gibt. Außerdem sollte einen das Unternehmen unterstützen und hinter einem stehen.

In einem alternativen Leben wäre ich: Würde ich auf jeden Fall in den USA arbeiten. Das ist mein Traum! Ich habe das Gefühl, dass mir sehr viele Türen offen stehen.

Mein Job-Tipp: Herausfinden was man gut kann und was einen interessiert. Dann sollte man versuchen das Können und die Interessen unter einen "Hut" zu bringen. Natürlich kann man nicht immer allem nachgehen, jedoch sollte man einen Job finden, der viele persönliche Interessen beinhaltet.

Sarah, 17: "Setzte auf deine eigene Persönlichkeit"

© Paulina Conrad

Die 17-jährige Sarah aus Bonn ist in Sachen Rhetorik ziemlich fit. Das passt super zu ihrem Berufswunsch: Denn dabei ist es nicht schlecht, wenn man redegewandt ist. Im Moment geht sie noch zur Schule, engagiert sich in der Schülervertretung und hat schon einige Erfahrungen bei Praktika gesammelt.

Träumer oder Realist? Hm...ja, eindeutig Realistin!

Das kann ich: gut organisieren und mehre Sprachen sprechen. Als Schülersprecherin habe ich den Spaß am Organisieren und Vermitteln schon vertiefen können.

Das will ich: In der Politik arbeiten. Ich glaube, dafür habe ich gute Voraussetzungen und auch schon ein bisschen Erfahrung, beispielsweise. durch mein Amt als Schülersprecherin.

Später im Beruf wäre mir wichtig: Dass man nette Leute kennenlernt, miteinander reden kann und die Möglichkeit hat, sich weiterzubilden und etwas erreichen zu können.

Um seinen Traumberuf zu bekommen:Sind natürlich guten Noten wichtig, aber die eigene Persönlichkeit und Motivation wird immer wichtiger 

Mein Job-Tipp: Seine eigenen Interessen kennen und sich gut und vielseitig informieren.

 

Marie, 18: "Nicht den Spaß verlieren"

© Paulina Conrad

Marie schreibt viele Bewerbungen an Universitäten, um direkt nach dem Abi mit dem Studium beginnen zu können. Um herauszufinden, was die 18-Jährige aus Mönchengladbach studieren möchte, hat sie mehrere Praktika gemacht. Und hat sich schon entschieden!

Träumer oder Realist? Sowohl im Alltag, als auch bei der Berufsfindung bin ich Realistin.

Das kann ich: zuhören und das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Das will ich: in der Chirurgie arbeiten und Menschen helfen

Später im Beruf wäre mir wichtig: dass man nette Kollegen hat, den Spaß an der Arbeit nicht verliert und dass, wenn es Probleme gibt, auf einen eingegangen wird.

In einem alternativen Leben wäre ich: Medizinerin. Das ist, was ich tun möchte, auch wenn ich jeden Job der Welt machen dürfte, da ich so den Menschen am besten helfen kann.

Mein Job-Tipp: viele Praktika machen und sich auf Messen informieren.

 


Text: Paulina Conrad

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