Jungs sind so, Mädchen auch

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Tränen, Liebe, Zeitvertreib. Wir haben Jungs und Mädchen gefragt: Was ist euch wichtig, was mögt ihr am anderen Geschlecht und wer macht eigentlich wirklich den ersten Schritt? Hier sind eure Antworten.

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Womit hast du als Kind gespielt?

Vor allem mit meiner Fantasie: Zusammen mit einem Freund habe ich mir viele Geschichten ausgedacht. Er war immer der Böse und ich immer die Gute. – Maya

Lego, Playmobil, Sandkasten – typisch Junge. – Tomeu

Mit Barbies genau so wie mit Lego, Playmobil und Stöcken im Wald. – Ronja

Ich war ein großer Fan von allem, was fliegen kann, also von Spielzeugflugzeugen und Raumschiffen. Dazu hatte ich eine RIESIGE Truhe Lego. – Jonathan

Was ist dir wichtig?

Gute Bildung, ein zu Hause und Menschen, die mir am Herzen liegen. – Jessica

Jemand, der an meiner Seite steht, egal wie viel Mist ich gebaut habe, egal ob Familie oder Freunde. – Joy

Vertrauen und Musik. – Christopher

Freunde, Sport, Ehrlichkeit und Loyalität. – Nico

Was ist dir peinlich?

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Stolpern in der Öffentlichkeit. – Joy

Mitten im Gespräch zu merken, dass mein Gegenüber keine Ahnung hat, wovon ich rede oder sich langweilt. – Lotta

Eigentlich ziemlich wenig. – Maya

Beinah alles. – Felix

Mir sind Situationen peinlich, in denen ich nicht weiß, was ich sagen oder wie ich mich verhalten soll. – Nico

Meistens sind mir Menschen, denen nichts peinlich ist, peinlich. – Jonathan

Was machst du mit Freunden?

Ich feiere gern. Manchmal ist es aber auch einfach schön, in Ruhe miteinander zu reden und sich den Mist von der Seele zu quatschen. – Jessica

Lachen, essen, feiern, lästern (selten) und wirre Gespräche führen, die nur wir verstehen. – Lotta

Gemeinsam kochen, Feiern gehen, Film- und Spieleabende, einfach nur Musik hören und quatschen. – Maya

Feiern gehen und endlos lange tiefphilosophische Konversationen führen. – Felix

Kommt auf Lust, Laune und natürlich aufs Wetter an: feiern gehen, aber auch mal gemütlich chillen. – Jonathan

In Bars/Kneipen gehen und über (un)wichtige Angelegenheiten philosophieren. – Gabriel

Können Jungs und Mädchen Freunde sein?

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Ja! Die Hälfte meines Freundeskreises besteht aus Jungs! Ich werde deswegen von anderen Mädchen manchmal schräg angesehen, aber ich finde die Gesellschaft von Jungs oft angenehmer, weil sie ruhiger und unkomplizierter sind. Ich kann mich auch eher für eine Diskussion über Sport oder Actionfilme begeistern als für GNTM. – Jessica 

Auf eine gewisse Distanz ja. – Joy

Ja, aber man sollte mindestens einmal offen aussprechen, dass man sich den anderen nur als Freund vorstellen kann. – Felix

Klar! Ich bin sowohl mit Jungs, als auch mit Mädchen befreundet und es funktioniert wunderbar. – Maya

Absolut. Meistens lernt man Mädchen kennen, weil sie einem gefallen. Aber manchmal merkt man, dass man sich gut versteht. Daraus können beide profitieren – zum Beispiel, wenn es um das Verständnis eines Jungen oder eines Mädchens geht. – Tomeu

Ja, aber ich hätte trotzdem etwas dagegen, wenn mein Freund eine beste Freundin hätte. Ist so ein Gefühl … – Lotta

Wer macht den ersten Schritt beim Flirten? Du?

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Unterschiedlich. Ich mag Jungs mit Initiative, aber ich spreche auch schon mal jemanden an. – Jessica

Es gibt nicht den "ersten Schritt". Wenn es passt, gibt es von beiden Seiten Signale, die sich dann immer weiter verstärken, bis eindeutig klar wird, was Sache ist. – Maya 

Neee, dafür bin ich viel zu schüchtern! Aber ich bin schlagfertig beim Zurückflirten, haha. – Lotta

Kommt auf den Jungen an. – Joy

Ich mache nie den ersten Schritt, finde aber auch nicht, dass das  "Männersache" ist. Ich werde in solchen Situationen einfach unglaublich schüchtern, fände es aber toll, das nicht zu sein und auch mal auf den Mann zuzugehen. – Ronja

Definitiv! Ich bin sehr forsch und selten schüchtern. – Christopher

Der Junge. Das funktioniert meistens am besten. Doch wenn das Mädchen zuerst flirtet, ist das natürlich auch sehr nett. – Felix

Ich bin schüchtern, deshalb brauche ich manchmal lange, aber in der Regel der Junge – Gentleman und so. – Tomeu

Wenn nicht ich, wer sonst? Bisher habe ich zwar gegenteiliges gehört, aber noch nicht erfahren oder bemerkt. – Gabriel

Ein Lächeln und Augenkontakt sind ein guter erster Schritt. – Nico

Dürfen Jungs weinen?

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Natürlich, die Mechanik ist doch die gleiche. – Christopher

Nein. Weinen sollte man als Junge nur bei hochemotionalen Momenten wie Tod der Oma. Ich habe seit circa zwei Jahren nicht mehr geweint, außer wenn mir etwas ins Auge gefallen war. – Felix

Es gehört dazu, denn jeder hat mal ein Tief und da gibt es bestimmt viele Jungs, denen das guttut. Gefühle kann man nicht kontrollieren, auch Tränen nicht. – Tomeu

Jungen dürfen weinen, aber nicht wegen jeder Kleinigkeit und nicht zu oft. – Nico

Natürlich, man(n) versteckt es nur mehr. – Jonathan

Auf alle Fälle. Die Frage ist, ob man es „attraktiv“ findet. Ich persönlich kann Menschen eher ernst nehmen, die wenig rumheulen, das gilt für beide Geschlechter. – Maya

Selbstverständlich! Hysterisches Heulen finde ich allerdings bei beiden Geschlechtern äußerst anstrengend. – Ronja 

Ja, und sich dann von uns trösten lassen. – Jessica

Was bewunderst du am anderen Geschlecht?

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Da fällt mir nichts ein – ich bin gern ein Mädchen. – Jessica 

Dass Jungs viel offener miteinander umgehen und geradeheraus sagen, was sie denken. – Maya 

Dass Jungs weniger streiten und sich oft weniger für Dinge schämen, die einem als Mädchen schnell peinlich sind. – Ronja

Das Lange-draußen-bleiben-ohne-Ärger-zu-bekommen. – Joy 

Dass sie offen miteinander reden können und ihre Schönheit. – Felix

Die Fähigkeit, sich auch über das fünfte Paar Schuhe zu freuen. – Gabriel

Ich bewundere die manipulative Kraft von Frauen, ihre Multitasking-Fähigkeit und dass sie größere Schmerzen als Männer ertragen können. – Nico

Wie stellst du dir Familie vor?

Eine Familie ist eine Gemeinschaft aus Leuten, die durch Liebe und Verantwortungsbewusstsein miteinander verbunden sind. – Jessica 

Leute, bei denen ich mich geborgen und willkommen fühle. – Joy 

Mutter, Vater, Kind(er), beide arbeiten, beide kümmern sich um den Haushalt und die Kinder. – Maya 

Zwei sich liebenden Menschen mit (vielen) glücklichen Kindern. – Felix  

Man kann alles erzählen, bereden und diskutieren. Ich denke, dass ein offener Umgang eine Familie ausmacht, sodass sie für jeden eine wichtige Stütze ist. – Tomeu

Ich stelle mir eine Familie als Team vor: mit Macken, aber auch mit großartigen Eigenschaften. – Nico

Unter uns: Woran hast du auch Spaß, was angeblich nur das andere Geschlecht macht?

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Talyor Swift nimmt ihre Vorbildrolle ziemlich ernst. Keinen Quatsch, keine Drogen „Meine Handlungen schlagen Wellen“, sagt sie und will kein schlechtes Vorbild für Kids sein. Ihr Vorbild ist übrigens ihre Mama. Das mit der guten Erziehung hat auf jeden Fall geklappt. Und beim nächsten?

Computerspiele. – Joy

Ich sitze gerne breitbeinig … – Lotta

An vielem: Ich spiele Fußball, studiere Physik und fahre Motorrad und habe in einer Autowerkstatt gearbeitet. Ich habe kein Problem damit, mich dreckig zu machen. – Maya

Taylor Swift hören. – Felix

Ich kauf gern viel ein. – Christopher

Quatschen. – Gabriel


 

Unsere Fragen beantwortet haben:

Jessica, 19, wollte früher Motoradpolizistin werden. Heute studiert sie Jura.

Joy, 17, wollte früher Blumenverkäuferin werden, macht jetzt ihr Abi und will danach Grafikdesign studieren.

Christopher, 20, wollte früher schon Musiker werden und macht heute genau das. 

Felix, 17, wollte früher Richter werden und das will er heute auch noch.

Lotta, 18, war schon als Kind klar, dass sie etwas Kreatives machen will – Künstlerin, Fotografin, Journalistin. Nach dem Abi macht sie aber erst einmal ein FSJ

Tomeu17, wollte Nationalspieler sein und Papst! Jetzt wird er bei einem FJS mit Flüchtlingen arbeiten.

Maya, 20, wollte ganz lange Tierärztin werden, studiert jetzt Physik und will später in der Automobilbranche arbeiten.

Gabriel, 25, ist Physikstudent und arbeitet nebenbei als Verkäufer. Eigentlich wollte er  Polizist, Feuerwehrmann oder Müllmann werden. 

Ronja, 22, studiert Kunstgeschichte und Französisch. Als Kind war Busfahrerin ihr Traumberuf.  

Nico, 17, wusste früher nicht, ob er Meeresbiologe oder lieber Polizist werden soll. Jetzt geht er erst einmal für ein Jahr zur Bundeswehr. 

Jonathan, 17, hatte früher viele Traumberufe: Arzt, Lehrer, Dolmetscher und Pilot – letzteres ist immer noch sein Traum. 


Protokoll und Collage: Anja Schimanke