Grüße vom Schisshasen

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Wer hat Angst vorm Zehnmeterbrett? Ninia! Eigentlich ist sie gar nicht mutig, sagt sie. Dann aber doch: als ihr an der Ampel jemand auf die Füße steigt. Wann auch Schisshasen mutig sein können, darüber hat die Poetry Slammerin Ninia LaGrande einen Text für JAM! geschrieben, den sie euch im Video vorträgt.

Wahre Größe steckt in jedem von uns!

Ninia bezeichnet sich in ihrem Text selbst als besonders großen Schisshasen. Und liest über Höhen: Nur von einem dünnen Glasboden getrennt hunderte Meter über den Niagarafällen kauern? Sprung vom Zehnmeterturm? Nicht mit ihr. Höhen überwinden, fällt für Ninia nicht unter mutig sein, sondern eher in die Kategorie „persönlicher Adrenalinkick“. Auch lässt sie nicht gelten, dass sie in den Augen anderer Menschen mutig ist, weil sie mit einer Körpergröße von 1,40 Meter „alles macht“. Aufstehen? Haus verlassen? Das ist Leben, nicht Mut.

Wahre Größe dagegen sieht sie in Zivilcourage: Bei Ungerechtigkeiten die Klappe aufmachen. Für sich und andere einstehen, sich zu wehren – das ist Mut. Und das hat wahrlich rein gar nichts mit Körperhöhe zu tun.

Ich mache einfach Dinge, die alle anderen Menschen auch machen: Aufstehen, arbeiten, schlafen. Und das ist nicht mutig, das ist leben.

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© Alexandra Reszczynski, Annekathrin

Ninia Binias lebt und arbeitet in Hannover. Ninia, „die Große“, heißt ihr Künstlername LaGrande frei übersetzt. Als Poetry Slammerin fing sie an, heute bloggt sie über das Leben, Fashion, Geschichten, twittert als Social-Media-Managerin nicht nur, sondern tritt auch als Moderatorin auf. „Ganz, ganz viele Doofe“ heißt ihr Buch: Großstadtgeschichten über Menschen, Partys und wie es ist, mit 1,40 Meter Größe das alles zu erleben.

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