Webfundstücke Schönheit

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Sehenswert. Schönheit kommt von Innen, sagt man. Und doch gehts meist ums äußere Erscheinungsbild. Wir präsentieren die spannendsten Fundstücke aus dem Netz.

Pinnwand von Bildern aus dem Internet zum Thema Schönheit: Lebend-Barbie und Kan, Waschbrettbauch etc.

Schon gewusst? Im Barock und auch noch vor fast 100 Jahren war Schlanksein eher ein Makel. Schönheit wird durch den Zeitgeist definiert und dann für eine Weile zur Norm erklärt. Frauen passen Körper, Haare, Make-up ständig den jeweiligen Schönheitsvorstellungen an, das zeigen auch diese beiden Videos.

Schönheitsideale im Zeitraffer

Seit David Beckham & Co. optimieren aber auch Jungs kräftig ihr Äußeres. The beard goes on, zeigt eine kleine Reise vom Zipfel- und Dreitagebart zum heute (wieder) hippen Vollbart.

Wer braucht überhaupt Labels?

Versucht man dem aktuellen Schönheitsideal hinterherzuhecheln, hat man eigentlich schon verloren. Sängerin Beth Ditto macht es daher genau richtig und feiert sich und die Molligkeit. Mit ihren fülligen Kurven und schrillen Outfits wurde sie zur Modeikone. Unter der Wortschöpfung fatshion (fat und fashion) beweisen unzählige Blogger/innen außerdem, dass runde Körper und Mode verdammt gut zusammenpassen. Braucht überhaupt jemand Figur-Labels? Lena Dunham pfeift auf übertriebene Topmodelvorstellungen. In ihrer Serie "Girls" zeigt die 28-Jährige ihren Körper einfach so wie er ist – und das mit großem Selbstbewusstsein. Einen weiteren wichtigen Schritt weg vom gängigen Modediktat machte auch die Schauspielerin Jamie Brewer (American Horror Story) als erstes Model mit Down Syndrom bei der New York Fashion Week. Sie sieht toll aus! Genauso wie diese Models mit Handicap.

Photoshop überall auf der Welt

Wie Schönheit daherkommt, unterscheidet sich nicht nur im Wandel der Zeit, sondern auch nach einer gründlichen Bearbeitung mit Photoshop. Übrigens auch von Land zu Land fallen die Manipulationen der Werbemacher sehr verschieden aus. So bat eine Künstlerin Photoshoper rund um die Welt ihr Gesicht digital "aufzuhübschen" – mit unterschiedlichsten Ergebnissen:


Human Barbie trifft auf Hacker Barbie

http://www.humanbarbie.org

Ob digital oder Kunststoff: In die Kategorie „unrealistische Vorbilder“ fällt die Barbiepuppe. Die alte Befürchtung, dass sie falsche Vorstellungen vom natürlichen Frauenkörper vermitteln könnte, bestätigt die Fleisch gewordene Barbie Valeria Lukyanova. Zeit für andere Barbies:

  1. In Nigeria stellt eine dunkelhäutige Barbiepuppe globalisierte Schönheitsideale infrage. Die „Queens of Africa“ sollen das Selbstbild von jungen Mädchen positiv stärken – überschlank ist aber auch sie.
  2. Mit halbwegs realistischen Proportionen kommt indessen die Anti-Barbie „Lammily“ daher.
  3. Mit der Computer-Ingenieur-Barbie hatte der Hersteller es gut gemeint, es dann allerdings doch so aussehen lassen, als käme sie ohne männliche Hilfe nicht aus. Das tut sie jetzt – denn User ließen sie zur selbstbewussten Computer-Hackerin werden.

Mal anders gesehen

Und dann ist da noch die verflixte Sache mit dem Selbst- und Fremdbild, das sich doch manchmal ganz schön voneinander unterscheidet. Das zeigen diese beiden Experimente:


Fazit: Objektive Schönheit gibt es nicht – Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Also Spiegelbild betrachten und finden: „This is beautiful you.“ Findet euch schön!


Text: Anika Auweiler